Meine Worte berühren dich?
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Viele Menschen, die mich kontaktieren, schreiben mir sehr offen von ihrer Belastung – und gehen zugleich selbstverständlich davon aus, dass eine Abrechnung über die gesetzliche Krankenkasse möglich ist.
Das verstehe ich gut.
Denn die Suche nach psychotherapeutischer Unterstützung ist oft von Unsicherheit begleitet, und die Unterschiede zwischen Kassentherapie und Selbstzahler-Praxis sind im Vorfeld nicht immer klar – selbst dann nicht, wenn entsprechende Hinweise bereits auf der Website stehen.
Dieser Artikel ist aus genau dieser Erfahrung heraus entstanden.
Er soll klären, sortieren und entlasten, damit Sie frühzeitig wissen, welcher Weg für Sie in Frage kommt – und welcher nicht.
Der Bedarf an Psychotherapie ist hoch. Gleichzeitig sind Kassentherapieplätze begrenzt.
Viele Menschen erleben:
In dieser Situation ist oft nicht klar, welche Praxen kassenzugelassen arbeiten und welche ausschließlich mit Selbstzahlern. Das führt zu Missverständnissen – auf beiden Seiten.
Deshalb ist es mir wichtig, transparent zu erklären, was die Unterschiede sind und welche Möglichkeiten Sie haben.
Eine Selbstzahler-Praxis ist nicht über die gesetzliche Krankenkasse abrechenbar.
Die Kosten werden von Ihnen selbst getragen.
Das bedeutet konkret:
Für manche Menschen ist das ein Nachteil, für andere ein bewusster Vorteil.
Wichtig:
Selbstzahler-Therapie ist kein „besser“ oder „schlechter“ – sondern ein anderer Rahmen.
Eine Kassentherapie kann besonders sinnvoll sein, wenn:
Die gesetzliche Krankenversicherung übernimmt die Kosten ausschließlich bei kassenzugelassenen Psychotherapeuten. Gerade wenn es sich um eine Angsterkrankung handelt, kann es entscheidend sein, dass du dich darauf verlassen kannst, dass die Krankenkasse die Kosten für die Therapie übernimmt. Denn wenn es dich ängstigt, dass du die Kosten selbst tragen sollst - dann kann es dazu führen, dass die Angst aufrecht erhalten wird.
Deshalb frage dich: Gibt es mir Sicherheit zu wissen, dass da jemand ist, der mich begleitet, den ich selbst bezahle?
Bevor ich die konkreten Schritte nenne, ein kurzer Hinweis zu einem Weg, der häufig gewählt wird – und selten zum Ziel führt:
Die Suche über allgemeine Internetrecherchen („Psychotherapeut + Ort“) wirkt naheliegend, führt jedoch oft zu privaten Selbstzahler-Praxen, veralteten Einträgen oder unklaren Angaben zur Kassenzulassung. Viele Menschen investieren hier viel Zeit und Energie, ohne verlässliche Ergebnisse zu bekommen.
Deutlich zielführender ist es, die offiziellen Zugangswege zu nutzen, da dort ausschließlich kassenzugelassene Angebote erfasst sind.
Wenn Sie gezielt eine Kassentherapie suchen, können diese Schritte hilfreich sein:
Unter der Telefonnummer 116 117 oder online können Sie einen Termin für eine psychotherapeutische Sprechstunde erhalten und hier findest du die Internetseite von der Terminservicestelle der KV.
Diese Sprechstunde dient der ersten Einschätzung und Orientierung.
Über die Webseiten der Kassenärztlichen Vereinigungen können Sie gezielt nach kassenzugelassenen Praxen in Ihrer Region suchen. Hier findest du die Therapeutensuche für Baden-Württemberg. Wähle bei Facharzt "Psychologischer Psychotherapeut" aus und du bekommst eine Liste aus deiner Region.
Bevor du einen Therapieplatz bekommst, wirst eu einen Termin für eine Sprechstunde erhalten. In der Sprechstunde wird geklärt:
Sobald der Therapeut in der Sprechstunde es so einschätzt, dass du Symptome von von Krankheitswert besitzt, wird die Krankenkasse die Begleitung übernehmen und du bekommst weitere Termine. Diese können auch Wochen oder Monate nach der Sprechstunde erst stattfinden.
In Ausnahmefällen können gesetzliche Krankenkassen die Kosten für eine private Praxis übernehmen, wenn nachweislich kein Kassentherapieplatz verfügbar ist. Das gilt jedoch nur dann, wenn dieser Therapeut ein Psychologischer Psychotherapeut ist - was auf mich nicht zutrifft.
Dieses Verfahren ist aufwendig, nicht garantiert und wird unterschiedlich gehandhabt.
Es kann sinnvoll sein, sich dazu direkt bei der eigenen Krankenkasse zu informieren, wie das konkrete Vorgehen aussieht.
Die Entscheidung zwischen Kassentherapie und Selbstzahler-Praxis ist keine Frage von „richtig oder falsch“.
Sie hängt ab von:
Manchmal ist es entlastend, sich begleiten zu lassen – unabhängig vom Abrechnungsweg.
Manchmal ist Geduld gefragt, um den passenden Kassenplatz zu finden.
Beides ist legitim.
Ich erhalte regelmäßig Anfragen von Menschen, die sich eine Begleitung über die Krankenkasse wünschen – obwohl ich in meiner Praxis ausschließlich mit Selbstzahlern arbeite.
Dieser Artikel soll keine Absage ersetzen, sondern dir Orientierung geben, bevor überhaupt eine Anfrage entsteht.
Denn Klarheit schützt beide Seiten: dich vor enttäuschten Erwartungen – und mich vor dem Eindruck, Menschen wegschicken zu müssen, die eigentlich einfach einen anderen Versorgungsweg brauchen.
Wenn du eine Kassentherapie suchst, hoffe ich, dass dir die oben genannten Schritte helfen, gezielter und mit mehr Struktur vorzugehen.
Wenn du dich bewusst für eine Selbstzahler-Begleitung interessierst, ist es sinnvoll, den Rahmen vorab zu kennen – und dann in Ruhe zu prüfen, ob er zu dir passt.
Manchmal ist der nächste Schritt nicht der schnellste, sondern der stimmigste. Hast du jetzt mehr Klarheit, wer dich auf deinem Weg begleiten soll?
Hier findest du noch einen etwas älteren Beitrag von mir auf einer anderen Seite zu diesem Thema.
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